Mit der Liebscher & Bracht Schmerztherapie lassen sich akute und chronische Schmerzzustände am gesamten Bewegungsapparat behandeln.In der Erfahrung vieler Heilpraktiker wird diese Methode häufig zur manuellen Unterstützung der Beweglichkeit und des allgemeinen Wohlbefindens angewendet.
Was ist die Liebscher & Bracht Schmerztherapie? Wie funktioniert sie?
Die Liebscher & Bracht Schmerztherapie besteht aus drei Säulen: Osteopressur, Engpassdehnungen und Faszienrollmassage.
Was ist Osteopressur?
Die Osteopressur ist eine manuelle Methode, bei der bestimmte Punkte am Knochen gedrückt werden. Diese Knochenpunkte sind mit Rezeptoren besetzt und über das Gehirn mit den jeweiligen Muskeln verbunden, die dadurch den Befehl erhalten, ihren Spannungszustand zu überprüfen, sich ggf. zu entspannen. Das so entstehende Gleichgewicht im Zusammenspiel der Muskeln führt zu mehr Bewegungsfreiheit im Gelenk. Die für einen nachhaltigen Erfolg notwendigen Engpassdehnungen lassen sich nun effektiver durchführen.
Was bewirken die Engpassdehnungen?
Diese konzentrierten Dehnübungen sorgen nach der vorbereitenden Osteopressur für nachhaltige Entspannung. Sie sind damit das Herzstück der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht. Durch speziell auf den jeweiligen Schmerzort abgestimmte Dehnungen werden Muskeln, Sehnen und Bänder wieder flexibler und geschmeidiger, die einseitigen Bewegungsmuster des Alltags ausgeglichen. Auch im Alter weiten sich die Faszien durch diese Dehnreize noch, so daß die Bewegungsmuster jugendlicher wirken.
Was bewirken die Faszienrollmassagen?
Durch die langsam und recht kräftig durchzuführende Faszienrollmassage nach Liebscher & Bracht werden Gewebeflüssigkeiten vorangetrieben, so daß der Stoffwechsel im Zellzwischengewebe sowie die Durchblutung angeregt werden. Es kommt wieder Leben hinein. Das Gewebe hat dadurch die Möglichkeit, sich zu reinigen und Verklebungen zu lösen. Muskeln, Faszien und umliegende Gewebe entspannen sich. Die Faszienrollmassage ist zu Hause die optimale Vorbereitung auf die Engpassdehnungen.
Wie läuft eine Behandlung nach Liebscher & Bracht ab?
Am Anfang steht die Anamnese rund um das Schmerzgeschehen. Schmerzort, Stärke des Schmerzes, seine Dauer und Häufigkeit, in welcher Position oder zu welcher Gelegenheit er auftritt, werden erfragt und zur späteren Erfolgskontrolle dokumentiert. Im nächsten Schritt erfolgt das manuelle Drücken bestimmter Knochenpunkte, die praktische Anleitung zu individuell ausgewählten Engpassdehnungen sowie Faszienrollmassagen, die täglich zu Hause durchgeführt werden sollten. Als Gedächtnisstütze zur korrekten Ausführung liegt jeweils eine bebilderte Kurzanleitung für zu Hause bereit. Die Behandlung dauert etwa eine Stunde. Sportliche Kleidung ist zu empfehlen.
Wie entsteht ein Schmerzgeschehen aus Sicht von Liebscher & Bracht?
90 Prozent aller Schmerzzustände sind sogenannte Alarmschmerzen. Sie wollen uns vor einer (weiteren) Schädigung am Bewegungsapparat warnen, bevor sie entsteht, wie uns das Öllämpchen im Auto vor einem drohenden Kolbenfresser warnen will. Alarmschmerzen haben ausschließlich muskulär-fasziale Ursachen, resultieren also nicht aus der bereits lädierten Struktur selbst. Ein Alarmschmerz entsteht, wenn verkürzte Muskelfaszien eine so hohe Zugspannung auf ein Gelenk bringen, daß die Gelenkflächen sich gefährlich nah aufeinanderzubewegen. Diese den Gelenkspalt verengenden und das Gelenkspiel einschränkenden Verkürzungen und Verspannungen sollen mit der Therapie behandelt werden, denn sie sind auch die Hauptursache für Arthrose an Gelenken und Wirbelsäule. Auch Überlastungs-, Schädigungs- und Verletzungsschmerzen haben immer einen gewissen Alarmschmerzanteil.
Wie viele Behandlungen sind nötig?
Für einen Schmerzzustand sollten zwei bis vier Sitzungen ausreichen. Je eifriger Engpassdehnungen und Faszienrollmassagen zu Hause durchgeführt werden, desto weniger Osteopressurbehandlungen sind nötig.
Wichtige Hinweise:
Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht ist ein alternativmedizinisches Verfahren und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Es werden keine Heilversprechen gegeben, und die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht in allen Bereichen belegt. Vor der Anwendung sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen, insbesondere bei bestehenden Erkrankungen.